16/06/2026
Mein erstes Rennwochenende mit dem Mini Marcos – Nürburgring Classic
Was für ein Wochenende! Nach vielen Jahren in der Division 4 mit meinem seriennahen Mini durfte ich endlich den nächsten Schritt machen: Mein neuer kleiner Flitzer, der Mini Marcos, durfte zeigen, was in ihm steckt.
Eigentlich war der Plan, in der passenden Klasse bis 1300 Kubik beim „Kampf der Zwerge“ zu starten. Da dort aber leider keine weiteren Gegner am Start waren, hieß es für Heinz und mich: Ab in die stärkere Division mit den schnellen Minis. Na gut – Herausforderungen sind ja bekanntlich die Würze im Rennfahrerleben.
Das erste Qualifying fand bei nasser Strecke statt. Die Ansage war klar: Erst einmal piano machen. Aber ihr kennt das wahrscheinlich – sobald das Visier unten ist und der Motor läuft, vergisst man solche Vorsätze manchmal ganz schnell. Nach zwei, drei Runden fühlten sich Auto und Fahrer schon an, als würden sie sich seit Jahren kennen. Der leichte Mini Marcos tanzte um die Kurven, und die historischen Reifen machten genau das, was sie sollten: kleben bleiben.
Auch das zweite Qualifying lief richtig gut. Ich gewöhnte mich immer besser an das Auto, obwohl wir uns mit dem dritten Gang noch nicht ganz einig waren. Der kleine Kerl wollte manchmal einfach seine eigene Meinung durchsetzen – britischer Charakter eben.
Im ersten Rennen konnte ich dann Platz 4 in meiner Division von acht Startern holen. Für den ersten richtigen Einsatz mit dem neuen Auto war das schon mal ein Ergebnis, über das Heinz und ich ordentlich grinsen konnten.
Das zweite Rennen am Sonntagmorgen begann dann allerdings mit einer kleinen Überraschung: Beim Start suchte ich den dritten Gang… der hatte sich aber offenbar irgendwo versteckt. Also musste ich erst einmal im vierten Gang das Feld vorbeiziehen lassen. Nicht ganz der perfekte Rennstart – aber Aufgeben kommt nicht in die Tüte.
Also Kopf runter, Gas geben und wieder nach vorne kämpfen. Der Mini Marcos machte richtig Spaß, auch wenn der dritte Gang mich noch ein paar Mal ärgern wollte. Einige Kurven mussten wir eben im vierten Gang nehmen – der Kleine und ich haben da improvisiert. Am Ende wurde es Platz 5.
Aber wisst ihr was? Die Platzierung ist fast Nebensache. Das Auto ist heil geblieben, wir hatten riesigen Spaß, und der Mini Marcos war sogar im Livestream zu sehen. Offenbar ist er nicht nur schnell, sondern auch noch ein kleiner Publikumsliebling.
Jetzt geht es für Heinz und mich wieder nach Hause – natürlich nicht einfach so. Die Heimfahrt durchs Ahrtal gehört dazu. Und ein Stopp im Café Fahrwind mit Omas berühmtem Käsekuchen und einer Tasse Kaffee ist nach so einem Wochenende eigentlich Pflicht.
Danke an alle, die dabei waren, die Daumen gedrückt haben und den historischen Motorsport feiern.
Bis bald,
euer Ludi von der British Car Trophy