02/08/2026
Sechs Stunden Nordschleife – und am Ende Platz 3 in der Klasse. 🏁
Das KW 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen war der Saisonhöhepunkt der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie: 50 Prozent mehr Fahrzeit als bei einem normalen NLS-Lauf, 132 gestartete Fahrzeuge – und am Ende nur 100 in der Wertung. Für mich das längste und härteste Rennen des Jahres.
Der Start war ein Rückschlag. Unser Amerikaner Alejandro Gutierrez hatte sich im Qualifying eine Zeitstrafe eingefangen. Ergebnis: Wir gingen als Letzte unserer Klasse ins Rennen und mussten die 30 Sekunden direkt nach der ersten Runde absitzen – inklusive Durchfahrt der Boxengasse. Das ist auf der Nordschleife ein enormer Zeitverlust, den man über sechs Stunden erst einmal wieder aufholen muss.
Genau das haben wir getan. Nach 34 Runden und 6:13:08,184 Stunden stand für den BMW 330i #514 des SRS Team Sorg Rennsport Platz 3 in der Klasse VT2-RWD und Gesamtrang 76 auf der Tafel. Schnellste Runde: 9:49,975 Minuten in Runde 12.
Für ein zusammengewürfeltes Team mit zwei Rookies im Cockpit ist das ein hervorragendes Ergebnis. Die Chemie unter uns Fahrern hat vom ersten Briefing an gestimmt – und genau das ist auf der Langstrecke die halbe Miete.
Mein Stint war der vierte. Es war sehr warm, die Reifen wurden entsprechend stark belastet, und es ging vor allem darum, unsere Position zu halten statt sie mit einer Heldenrunde zu riskieren. Das hat funktioniert – ich konnte unsere Position verteidigen und das Auto sauber weitergeben.
Danke an Guido, unseren Car Chief, und an das gesamte Team von Sorg Rennsport. Über sechs Stunden Nordschleife ohne technischen Ausfall zu kommen, während rund um uns 32 Fahrzeuge die Wertung nicht erreichen, ist keine Selbstverständlichkeit. Das ist akribische Arbeit an der Box.
Glückwunsch an das Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels mit der #500 (Stahlschmidt/Leisen/Zils) zum Klassensieg in VT2-RWD und an den Toyota Supra #520 von Toyo Tires with Ring Racing zu Platz 2. Den Gesamtsieg holten Ralf Aron und Luca Stolz im Winward-Mercedes-AMG – für Aron nach fünf Monaten Pause infolge seines schweren Unfalls in Bathurst ein besonderes Comeback. Auch dazu Glückwunsch.
Weiter geht es für die NLS mit dem Double-Header am 12. und 13. September.
📸 Bilder: 1VIER