22/11/2021
Heute geht es weiter mit dem
Aufbau der Frontscheibe:
Die Windschutzscheibe besteht aus mindestens zwei Glasscheiben, die durch Polyvinylbutyral miteinander verklebt sind. Man spricht von Verbundsicherheitsglas (VSG). Die PVB-Folie wirkt splitterbindend und weist eine hohe Reißfestigkeit auf. Kommt es zu einem Unfall, wird die Scheibe zwar ausgehend vom Punkt der größten Krafteinwirkung zerstört, doch die meisten Glasteilchen bleiben an der Folie haften. In den Innenraum werden selbst bei schweren Kollisionen nur kleine, vergleichsweise harmlose Glaskrümel geschleudert. Selbst wenn die Folie reißt und größere Stücke in den Innenraum gelangen, sind die Fetzen in der Regel nicht steif und daher nicht in der Lage, schwerwiegende Stich- und Schnittverletzungen zu verursachen. Das Verbundsicherheitsglas bietet zudem auch nach einer Beschädigung noch eine gewisse Resttragfähigkeit, die ESG oder Fensterglas nicht bieten.
Die meisten Verbundsicherheitsgläser für die Frontscheibe bestehen aus 2,1 mm Scheiben und 0,7 mm PVB-Folie. Bei sogenanntem Dünnglas werden die Scheiben mit 1,8 mm (außen) und 1,4 mm (innen) gefertigt, wodurch das Gewicht der Windschutzscheibe verringert werden kann. Die Materialeinsparung hat aber auch zur Folge, dass die Schalldämmung vergleichsweise schlecht ist. Diesen Nachteil zu kompensieren, ist Ziel der aktuellen Forschung. Zudem sind Frontscheiben auch Projektionsfläche futuristisch anmutender Ideen, die teilweise bereits realisiert werden können. Taktile Frontscheiben warten z.B. mit Touch-Funktionen auf und dank Augmented Reality wird die Frontscheibe zukünftig den Fahrer mit nützlichen und sicherheitsrelevanten Informationen versorgen.
Wir wünschen Euch einen guten Wochenstart - Glasklar unser Service!