05/09/2026
Dinaric Rally 2026 – meine erste Rally
Meine erste Rally – und gleichzeitig mein erstes Mal mit Roadbook-Navigation.
Mein Kumpel Gerhard Reinfelder, der bereits mehrere Rallys gefahren ist, hatte mich überredet, gemeinsam mit ihm bei der Dinaric Rally zu starten.
Gestartet bin ich auf meiner Husqvarna 701 Enduro mit Rade Garage Umbau und dem F2R Y1000 Tablet. Fünf Tage, über 1.500 Kilometer und jede Menge steiniges Gelände rund um Split in Kroatien.
Schon die erste Stage hatte es in sich: über 400 Kilometer und damit direkt ein richtig langer Tag im Sattel.
Körperlich fand ich die Dinaric Rally allerdings nicht annähernd so anstrengend wie zum Beispiel die Romaniacs. Die Belastung ist eine andere. Es ist vor allem die zermürbende Konzentration auf das Roadbook und die Strecke, die über Stunden unglaublich viel Energie kostet.
Und man darf dabei einen wichtigen Punkt nicht vergessen: Bei der Dinaric Rally fährt man nicht auf einer abgesperrten Rennstrecke. Die Strecke führt über öffentliche Straßen, Schotterwege und durch Wälder. Hinter jeder Kurve und hinter jeder Kuppe kann plötzlich jemand entgegenkommen oder ein anderes Hindernis auftauchen.
Teilweise geht es auf Schotter mit ungefähr 160 km/h dahin. Da sollte man die drei roten Ausrufezeichen im Roadbook – die höchste Warnstufe – besser nicht übersehen. Denn plötzlich können 30–50 cm tiefe Löcher oder andere heftige Hindernisse auftauchen. Wenn man hier nicht rechtzeitig vom Gas geht, kann die Rally sehr schnell vorbei sein.
Genau das macht die Navigation so anspruchsvoll: Man muss das Roadbook permanent lesen und gleichzeitig die Strecke scannen. Dabei darf man nie vergessen, dass man sich auf keiner abgesperrten Rennstrecke befindet.
Die größte Herausforderung bei einer Rally ist für mich deshalb ganz klar, die richtige Balance zwischen Roadbook lesen, schnell fahren und trotzdem sicher bleiben zu finden. Das klingt zunächst einfach – ist aber unglaublich schwierig. Während man versucht, die nächste Navigation zu erfassen, muss man gleichzeitig die Strecke im Blick behalten und trotzdem ordentlich Tempo machen.
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