13/04/2026
Blitzermarathon 2026
Wie schon in den vergangenen Jahren werden nicht alle deutschen Bundesländer an der Speedweek zwischen dem 13. und 19. April 2026 und dem europaweiten Blitzermarathon teilnehmen - doch Vorsicht und Rücksicht ist immer geboten!
Das erste Knöllchen wegen zu schnellen Fahrens bekam übrigens ein Unternehmer namens Walter Arnold am 28. Januar 1896. An diesem Tag wurde das Urteil rechstkräftig wegen eines "Vergehens", das kurz zuvor an einem Wintertag im Jahr 1895 stattfand.
Der Ordnungshüter des englischen Dörfchens Paddock Wood hörte draußen auf der Straße Geräusche, die er nicht kannte: Es puffte und tuckerte. Vorbei rollt in einem "ungehörigen" Tempo eine Kutsche ohne Pferde, die zudem noch eine große Menge Dampf und Rauch ausstößt. Das ungehörige Tempo waren 8 Meilen pro Stunde (umgerechnet 13 Kilometer pro Stunde) erlaubt waren aber nur 2 Meilen (etwas über drei km/h). Wachtmesister Heard schnappte sich sein Dienstfahrrad und begann die Verfolgung. Nach ungefähr 5 Meilen (rund 8 km) überholte er den "Raser" und stellte ihn.
Was dann folgte, geht eben als erstes "Knöllchen" wegen zu schnellen Autofahrens in die Geschichte ein: Am 28. Januar 1896 (also voer 130 Jahren) wurde Arnold zu einer Geldstrafe von 2 Schilling verurteilt. Obwohl sein Verteidiger noch versuchte, die Abgaswerte zu beschönigen. "Da kommt nicht viel mehr heraus als beim Rauchen einer Zigarette", soll der Jurist vor Gericht gesagt haben. Aber Gesetz ist Gesetz. Und das verlangte, dass vor jedem Automobil ein Mann mit einer roten Fahne herzugehen hatte, um die Passanten zu warnen. Das Schritttempo des Fahnenschwenkers galt daher als die Höchstgeschwindigkeit, mit der ein Automobil fahren durfte.