25/11/2025
Politik setzt auf „Billig-Führerschein“ – und gefährdet damit die Verkehrssicherheit
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) will den theoretischen Präsenzunterricht in der Fahrausbildung abschaffen. Künftig sollen Apps und Onlinekurse ausreichen.
Doch MOVING und Experten warnen: Das Modell ist nicht zu Ende gedacht. Rein digitaler Unterricht bleibt weniger im Gedächtnis und sicherheitsrelevante Themen werden nicht ausreichend verankert, was gerade bei jungen Menschen das Unfallrisiko erhöht. Deshalb müssen Inhalte in zusätzlichen Fahrstunden nachgeholt werden – und das macht den Führerschein am Ende sogar teurer.
Das bestätigt auch ein Gutachten von Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer von der Universität Ulm: Der Wegfall des Präsenzunterrichts reduziert die entscheidende Interaktion – und damit nachhaltiges Lernen und soziale Kompetenzen. Das erhöht mittelfristig das Unfallrisiko. Reines Auswendiglernen ersetzt kein echtes Verkehrsverständnis.
✅ Die bessere Lösung existiert längst:
Das von MOVING e.V. vorgelegte Konzept zeigt, wie es geht:
✔ Sicherheitskritische Inhalte weiterhin in Präsenz
✔ Modernes Blended Learning
✔ Nachweislich effizientere Ausbildung mit Simulatoren
→ Über 20 % Kostenersparnis bei gleichbleibend hoher Sicherheit
Doch das Ministerium äußert sich bislang nicht dazu. Die Folge: Fahrschüler warten ab, Fahrschulen geraten unter Druck, und ein Ausbildungsstau entsteht – ohne klaren Zeitplan.
⚠️ Fazit:
Der vermeintliche „Billig-Führerschein“ ist ein gefährlicher und teurer Irrweg.
Was wir brauchen, ist eine moderne, integrierte Ausbildung, die Effizienz und Sicherheit vereint – nicht den Abbau bewährter Standards.
Foto von Markus Spiske auf Unsplash