23/01/2018
+++ Versuch am Stellplatz Kinopolis: Hanauer Parkhausgesellschaft probt elektronische Erkennung von Fahrzeugschildern ++
Hanau (re/jek). Die Hanauer Parkhausgesellschaft (HPG) erprobt ab 1. Februar im Parkhaus Kinopolis, Kennzeichen der Autos an den Schranken per Kamera zu erkennen. Stadtrat Thomas Morlock als HPG-Aufsichtsratsvorsitzender verspricht sich davon vor allem ein beschleunigtes Ausfahren, weil nach dem Bezahlen das bisherige Einstecken und Lesen des Parktickets durch den Automaten entfalle.
Die Technik erfasst das Kennzeichen zum einen, wenn Autofahrer ein Parkticket ziehen. Bei der Ausfahrt wiederum erfasst die Technik das Nummernschild ein zweites Mal - diesmal um abzugleichen, ob der Kunde sein Ticket auch bezahlt hat. Trifft dies zu, öffnen die Schranken automatisch. Für Dauerparker wiederum gelte dies sowohl bei der Ein- wie auch bei der Ausfahrt.
Rund 15.000 Euro investiert die HPG investiert in die neue Anlage.Im Parkhaus Kinopolis ist der Stoßbetrieb vor Beginn von Filmen und danach „erfahrungsgemäß eine Herausforderung“, spricht HPG-Geschäftsführer Markus Henrich aus der Praxis. „Wir zielen darauf ab, hier den Abfluss mit dem neuen Kennzeichen-Lesesystem zu verbessern.“
Zudem wolle die städtische Gesellschaft Erfahrungen für ihre anderen Parkhäuser sammeln. Henrich schließt nicht aus, dass in einzelnen Garagen „noch etwas Kapazität zu gewinnen ist“, indem Ausfahrten beschleunigt und somit frühere Einfahrten ermöglicht würden.
Stadtrat Morlock sieht einen weiteren Vorteil für die Parkkunden darin, dass auch bei Verlust des Parktickets zeitgenau die tatsächliche Parkdauer abgerechnet werden könne. Bislang mussten Kunden dann eine Tagespauschale zahlen.
Das Lesen des Kennzeichens funktioniere in weit über 90 Prozent der Fälle, es sei kaum störanfällig, findet Henrich. Ein ähnliches System habe sich beispielsweise bei der Mautkontrolle am Brenner bewährt. Die HPG habe vor Einführung der Technik Referenzanlagen in anderen deutschen Städten begutachtet.
Die Kennzeichen der Parker würden nur für die Parkdauer und verschlüsselt im Abfertigungssystem gespeichert. Unmittelbar nach der Ausfahrt lösche man die Daten wieder. Dauerparker hingegen müssten sich mit dem Erfassen ihres Kennzeichens einverstanden erklären.
(Foto: re)