29/05/2026
Die letzten Tage sind wir rund um Athen ziemlich viel gewandert. Berge, Sonne, Aussicht und die grandiose Idee, Wandersocken einfach herunterzurollen, weil es zu warm wurde. Mein Knöchel erinnert mich seitdem zuverlässig daran, dass manche Ideen unterwegs besser klingen als sie am Ende sind.
Also heute mal einen Gang zurückgeschaltet.
Während andere am Pool liegen, sitze ich mit einem Stift, meinem Probedruck und einer Tasse Kaffee da und lese mein eigenes Buch Korrektur.
Dabei passiert etwas Erstaunliches: Man findet plötzlich Sätze, die man vor drei Wochen noch für genial gehalten hat und heute denkt man sich nur: "Was wollte ich damit eigentlich sagen?" 😅
Genau dafür gibt es Probedrucke.
Es wird noch überarbeitet, gekürzt, ergänzt und an manchen Stellen auch komplett neu geschrieben. Das Buch ist noch nicht fertig. Aber zum ersten Mal halte ich etwas in der Hand, das sich tatsächlich wie ein echtes Buch anfühlt und nicht mehr wie ein Ordner voller Dateien.
Besonders gefreut haben mich in den letzten Tagen die Nachrichten von ehemaligen Fahrschülern.
Mehrfach kam die Frage: "Wann kann man das Buch endlich kaufen?"
Ehrlich gesagt habe ich damit noch gar nicht gerechnet.
Deshalb überlege ich gerade, einigen ehemaligen Fahrschülern schon vor der Veröffentlichung ein Exemplar zu geben. Nicht, damit sie mir Honig ums Maul schmieren, sondern damit sie ehrlich sagen, was gut ist, was fehlt und was vielleicht noch besser werden könnte.
Verrückte Vorstellung eigentlich.
Vor ein paar Jahren habe ich Menschen nur das Autofahren beigebracht.
Heute sitze ich in Griechenland, lese mein eigenes Buch Korrektur und streiche mit dem Rotstift durch meine eigenen Gedanken.
Manchmal entwickelt sich das Leben doch in Richtungen, die man vorher nicht auf dem Radar hatte.