24/09/2026
Zwecks Barrierefreiheit findet sich der ganze Text nochmal in den Captions: Vor genau 9 Jahren hab ich mich bei Instagram angemeldet. Mit der Motivation, meine Kreativprojekte hier zu zeigen. Aber erst als ich rund ein Jahr später anfing, meinen Weg in die nebenberufliche Selbstständigkeit zu dokumentieren, hat es angefangen, mir richtig Spaß zu machen.
Ich hab erzählt, was alles zur Gründung dazu gehört, welche Gedanken mir durch den Kopf gehen, worauf ich mich freue und was mir Angst macht. Es gab einen regen Austausch und Stück für Stück wuchs dieses Profil.
Auch in den letzten Jahren habe ich immer wieder ehrliche Einblicke gewährt. Aber mit der wachsenden Größe des Accounts und des Unternehmens stieg auch die Hemmschwelle, die wirklich frustrierenden Momente zu zeigen. Denn das waren oft nicht die großen nachvollziehbaren Themen. Sondern die kleinen, subtilen.
Der unnötige Druckfehler, obwohl ich doch wissen müsste, wie’s geht. Die Projektanfrage, die mich überfordert und deshalb nicht beantworte. Die Praktikantin, die jeden Morgen vor mir da ist, weil ich zu spät losfahre. Den verlorenen Tag, den ich trotz unzähliger ToDo’s mit Doomscrolling verbringe. Das wichtige Formular, das seit über zwei Jahren unausgefüllt rumliegt. Die leergebliebenen Workshop-Termine, die ich einfach wieder lösche im Kalender. Das Angebot, das ich viel zu günstig kalkuliert hab. Die Liste ist endlos.
Immer wieder hatte ich den Impuls, darüber zu schreiben. Und dann hab ich mich doch geschämt. Zu peinlich, zu banal.
Trotzdem sind sie da: Die Anstrengung, die Selbstzweifel, der Frust. Seit ein paar Monaten weiß ich, das ist das ADHS. Eigentlich wusste ich es schon viel früher aber die Psychotherapeutin damals meinte, ich solle einfach weniger machen, wenn doch alles so anstrengend sei. Dabei wollte ich viel machen! Und anstrengend war das einzige Wort, das mir einfiel, um diesen inneren Kampf zu beschreiben.
Also habe ich diese schwierigen Momente nur mit einem kleinen Kreis geteilt und weiter gemacht. Sehr, sehr viel lief und läuft in meinem Leben schließlich auch sehr, sehr gut. Ich bin dankbar für meine Privilegien:
Ich hatte das große Glück, in einer sehr liebevollen