10/08/2026
Coswig, Ev.-Luth. Peter-Pauls-Kirche
Im September diesen Jahres finden erstmalig die Coswiger Orgeltage 2026 in der Peter-Pauls-Kirche statt, mit vielfältigen Veranstaltungen zu denen die Kirchengemeinde herzlich einlädt.
Die Orgel in der Peter-Pauls-Kirche zu Coswig wurde 1903 in 3. Firmengeneration von den Gebrüdern Emil und Bruno Jehmlich als opus 191 mit 29 Registern, verteilt auf 2 Manuale und Pedal, mit einer pneumatischen Traktur und Kegelwindladen erbaut. Als technische Innovation wurde die Orgel mit einem hydraulischen Motor zur Winderzeugung ausgestattet, der über das Trinkwassernetz betrieben wurde, somit war kein Kalkant/Bälgetreter mehr zum Orgelspiel notwendig. Dieser Wassermotor ist als Besonderheit und technisches Denkmal nach wie vor erhalten.
In der Folgezeit weist die Orgel eine bewegte Geschichte von Veränderungen, Umdisponierungen und Ergänzung im neobarocken Klangstil, sowie Umbau der Traktur auf ein elektropneumatisches System auf.
In den Jahren 2012-2013 konnte in einem ersten Bauabschnitt das im Turmraum befindliche Schwellwerk generalüberholt werden. Im zweiten Bauabschnitt in den Jahren 2014-2015 erfolgten die Arbeiten am Hauptwerk, Kronwerk, Pedalwerk und dem Spieltisch der Orgel.
Alle originalen und zur Wiederverwendung kommenden Pfeifen wurden restauriert, insgesamt 9 Register nach historischen Mensur- und Bauartdetails rekonstruiert, sowie 7 Register auf ihren ursprünglichen Standort zurückpositioniert und in Teilen umsortiert und ergänzt. Das Schwellwerk erhielt eine neue elektrische Zusatzwindlade für 3 Register, die auch als Transmission im Pedal genutzt werden, sowie eine Tremulantenfunktion für 4 Register. Die 3-manualige Orgel weist nunmehr 43 Register zuzüglich 3 Transmissionen und insgesamt 2.670 Pfeifen auf.