19/06/2026
Als Ausbilder für Ladungssicherung nach VDI 2700 Richtlinien kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Damit sowas nicht mehr passiert bieten wir Seminare für Ladungssicherung an.
Weitere Informationen über PN.
20 Tonnen verrutschte Powerbanks, ein Auflieger kurz vor dem Umkippen, stundenlange Sperrungen und ein großer Einsatz von Polizei und THW.
Unter den Berichten finden sich dann schnell Kommentare wie:
„Einfach Plane aufmachen und umladen.“
„Hat doch 9.000 Kilometer gehalten.“
„Warum dieser ganze Aufwand?“
Genau solche Aussagen zeigen, wie groß der Unterschied zwischen Meinung und Fachwissen sein kann.
Wir sprechen hier nicht über ein paar verrutschte Kartons. Nach den vorliegenden Informationen handelte es sich um rund 20 Tonnen Lithium-Ionen-Powerbanks. Eine Ladung, die bei Beschädigungen erhebliche Risiken birgt. Gleichzeitig war der Auflieger bereits deutlich zur Seite geneigt und drohte umzustürzen.
In einer solchen Situation trägt die Polizei die Verantwortung für die Verkehrssicherheit. Niemand kann seriös vorhersagen, ob die Plane hält, wann ein Reifen aufgrund der Schieflast versagt oder ob das Fahrzeug in der nächsten Kurve umkippt.
Wer seit Jahren oder Jahrzehnten im Bereich Ladungssicherung, Schwerlastverkehr oder Gefahrgut arbeitet, weiß: Sicherheit entsteht nicht durch Hoffnung, sondern durch Fachwissen.
Deshalb sollte man den Einsatzkräften vor Ort auch einmal Anerkennung aussprechen. Sie mussten die Situation bewerten, die Risiken abwägen und eine Lösung finden, die Menschen nicht gefährdet.
Aus meiner Sicht haben Polizei und THW hier genau das getan, was ihre Aufgabe ist: Verantwortung übernommen.
Danke an alle Beteiligten für die professionelle Arbeit.