27/06/2016
Tunnelangst nicht nur beim Fußball verbreitet:
Besser meiden statt leiden!
Wenn Fußballer Angst vor dem Tunneln haben, dann meist zu Recht – besonders die Torleute*. Angst vor den Tunneln in Mitteldeutschland, den Alpen oder anderen Bergmassiven könnte in den nächsten Wochen aber auch jene befallen, die sich nach ADAC-Recherchen ab Beginn der Sommerferien wieder fleißig in die Blechwogen auf den Autobahnen einreihen werden, sei es von Nord nach Süd oder umgekehrt, in Süd-Nord-Richtung. Auch zu Recht?
Autourlaubern aus beiden Richtungen droht dasselbe: Sie müssen den einen oder anderen Tunnel passieren, mit Längen bis zu 8 Kilometern (laut Wikipedia ist der Rennsteigtunnel, offiziell Tunnel Rennsteig genannt, mit 7.916 Metern der längste Straßentunnel Deutschlands und der viertlängste zweiröhrige Straßentunnel Europas).
„Autofahrer, die Angst vor Tunnels haben, sollten gar nicht erst hineinfahren“, rät der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS/AUXILIA). Tunnelangst sei eine weit verbreitete Art von Klaustrophobie, also der Furcht vor dem Eingesperrt sein: Beklemmungsgefühl, Nervosität, erhöhter Puls, Zittern, Schweißausbruch, Erstickungsangst bis hin zur Panik können zu bedrohlichen Symptomen werden, besonders in langen Tunnels und bei Gegenverkehr. „Wem das so geht, der sollte seine Fahrstrecke und geeignete Ausweichrouten entsprechend planen. Übrigens lassen sich viele Navigationssysteme so einstellen, dass sie Tunnels umgehen“, betonen die Experten. Auch ein anderer Automobilclub, der ADAC, bietet einen Online-Routenplaner mit der Option zur Tunnel-Meidung.
Wer allerdings weiß, wie man sich korrekt in Tunnels verhält, riskiert eigentlich wenig, da „die Unfallhäufigkeit in Tunnels statistisch betrachtet geringer als auf freier Strecke“ ist, betont der Automobilclub KS. Das liege vor allem daran, dass man in der Röhre meist viel aufmerksamer fahre, aber auch an den klaren gesetzlichen Vorschriften.
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*DUDEN: „tun-neln“ (Sportjargon): jemandem, besonders dem Tormann, den Ball zwischen den Beinen hindurchspielen. Dieses Wort stand 2009 erstmals im Rechtschreibduden.
DiH (Redaktion)
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