04/08/2026
3.08.2026 | Von der Autobahnfreigabe direkt zur Fahrschulreform
Für Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ging es gestern von einem großen Infrastrukturtermin am Vormittag zu einem intensiven Fachgespräch am späten Nachmittag. Nach der Freigabe des sechsstreifig ausgebauten A3-Abschnitts zwischen Biebelried und Fürth/Erlangen nahm er sich bei der Trackademy in Hallbergmoos ausführlich Zeit, um mit Vertretern der Fahrlehrerausbildung über die geplante Reform zu sprechen.
Initiiert und geleitet wurde das Gespräch von den drei Vorstandsmitgliedern der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fahrlehrerausbildungsstätten: Bernd Brenner (DVPI Frankfurt), Uli Auerbeck (Trackademy) und Martin Hunger (VM Verkehrsinstitut München). An der Gesprächsrunde nahmen außerdem Hans-Jörg Satz (MOVING), Christian Krieger (Fahrlehrerschmiede), Jürgen Schielein (Verkehrsinstitut Schielein), Daniela Rosengart (Trackademy), zwei Fahrlehrer aus Bayern sowie Markus Dill (DVPI Frankfurt) und Harry Bayer (VM Verkehrsinstitut München) teil.
Das Gespräch war offen, sachlich und ausgesprochen konstruktiv. Staatsminister Herrmann war sehr gut vorbereitet, stellte gezielte Fragen und nahm sich deutlich mehr Zeit als ursprünglich vorgesehen. Im Mittelpunkt standen insbesondere die möglichen Auswirkungen der Reform auf die Qualität der Fahrausbildung und die Verkehrssicherheit.
Dabei wurde deutlich: Eine Reform darf nicht allein daran gemessen werden, ob sie kurzfristig niedrigere Kosten verspricht. Entscheidend ist, ob junge Fahranfänger auch künftig so ausgebildet und geprüft werden, dass sie sicher und verantwortungsvoll am Straßenverkehr teilnehmen können. Ausbildungsqualität und Prüfungsqualität müssen deshalb gemeinsam betrachtet werden und dürfen nicht gleichzeitig abgesenkt werden.
Wir danken Staatsminister Joachim Herrmann für das offene Gespräch, seine differenzierte Auseinandersetzung mit der Reform und das ernsthafte Interesse an den langfristigen Auswirkungen auf Fahrschüler, Fahrlehrer und die Sicherheit auf unseren Straßen.