Classic Car Center Widmer

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21/05/2026
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16/05/2026

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13/05/2026

Beide waren Volksautos. Beide sollten Millionen mobilisieren. Beide wurden über Jahrzehnte gebaut. Beide sind Ikonen.

Aber sie könnten unterschiedlicher nicht sein.

Der Käfer. Entworfen für die deutsche Autobahn. Luftgekühlter Boxermotor im Heck. Stromlinienform. Ferdinand Porsche. Wolfsburg. 130 km/h in der letzten Version. Über 21 Millionen Stück. Das meistgebaute Auto der Welt.

Die Ente. Der Citroën 2CV. Entworfen für französische Feldwege. Pflichtenheft: Ein Korb Eier über ein gepflügtes Feld transportieren – ohne dass eines bricht. Luftgekühlter Zweizylinder-Boxermotor. 9 PS am Anfang. Stoffdach bis zur Heckklappe aufrollbar. Über 5 Millionen Stück.

Der Käfer war ein Versprechen an die deutsche Mittelschicht: Du kannst dir ein Auto leisten. Es funktioniert. Es fährt. Es rostet irgendwann, aber bis dahin bist du mobil.

Die Ente war ein Versprechen an den französischen Landbewohner: Du brauchst kein Pferd mehr. Dieses Ding fährt überall hin. Über Feldwege. Durch Matsch. Zum Markt. Und es kostet fast nichts.

Der Käfer war perfekt gefertigt. Für seine Zeit. Enge Spaltmaße. Solide Lackierung. Die Türen schlossen mit einem satten Klack.

Die Ente klapperte. Immer. Die Türen klapperten. Die Fenster klapperten. Das Dach flatterte. Und die Besitzer liebten jedes einzelne Klappern.

Der Käfer-Besitzer polierte sein Auto samstags. Weil es ordentlich aussehen musste. Weil der Nachbar auch polierte. Weil in Deutschland alles glänzt.

Der Enten-Besitzer polierte nie. Wozu? Die Ente war nicht zum Angeben da. Sie war zum Fahren da. Und eine Delle mehr oder weniger machte sie nur authentischer.

Der Käfer fuhr auf der Autobahn. 130 km/h. Vielleicht 140 bergab. Der Motor im Heck heulte. Der Wind drückte. Aber er fuhr.

Die Ente fuhr auf der Landstraße. 80 km/h. Vielleicht 90 bergab. Mit Rückenwind. Das Dach zurückgerollt. Der Zweizylinder tuckerte. Der Fahrer hatte keine Eile. Weil Eile das Gegenteil von Ente ist.

In Deutschland war der Käfer das Auto des Wirtschaftswunders. Der Aufstieg. Das eigene Häuschen. Die eigene Garage.

In Frankreich war die Ente das Auto der Existentialisten. Saint-Germain-des-Prés. Studenten. Intellektuelle. Leute, die bewusst kein großes Auto fuhren. Weil ein großes Auto bourgeois war.

Der Käfer wurde durch den Golf abgelöst. 1974. Hart. Definitiv. Eckig statt rund. Modern statt nostalgisch.

Die Ente wurde 1990 eingestellt. Aber nie wirklich abgelöst. Kein Auto ersetzte die Ente. Weil kein Auto die Ente ersetzen konnte.

Der Käfer war ein Produkt. Die Ente war eine Haltung.

Der Käfer sagte: Ich funktioniere. Die Ente sagte: Ich bin.

Beide haben recht. Beide sind unsterblich. Und wer beides gefahren hat, weiß: Man liebt den Käfer für das, was er tut. Und die Ente für das, was sie ist.

11/05/2026

Zwischen Sommer 1987 und Sommer 1988 passierte etwas bei BMW, das niemand wissen sollte.

Zwei Konstrukteure – Karlheinz Lange und Adolf Fischer – bauten einen 16-Zylinder-Motor. Ohne offiziellen Auftrag. Ohne Genehmigung der Geschäftsführung. Einfach so.

Der Motor: V16. 60 Grad. 6.651 Kubikzentimeter. 408 PS bei 5.200 Touren. 613 Nm bei 3.900 Touren. Basierend auf dem V12 M70. Der wiederum auf dem Reihensechszylinder M20B25 basierte. Gleiches Bohrung-Hub-Verhältnis: 84 x 75 Millimeter. Gleicher Zylinderabstand: 91 Millimeter.

Das Auto: Ein BMW 735iL. Den hatten sie sich "auf dem kurzen Dienstweg" beschafft. Goldene Außenfarbe. Und weil der V16 mehr Kühlung brauchte als der V12, wanderten die Kühler in den Kofferraum. Mit großen Lufteinlässen an den Seiten. Die aussahen wie Kiemen.

Goldene Farbe. Kiemen. Der Deckname war klar: "Goldfisch."

Sechsgang-Schaltgetriebe aus dem 8er. Weil man die Fahrleistungen besser testen wollte als mit Automatik.

0 auf 100 in 6 Sekunden. Trotz des 310 Kilo schweren Motors.

Verbrauch: 14 bis 24 Liter auf 100 Kilometer. Das war selbst für 1988 viel.

Warum wurde er nie gebaut? Weil BMW aus dem V12 mit höherer Verdichtung mehr Leistung holen konnte. Und weil das Wettrüsten mit Mercedes-Benz Ende der 80er endete.

Der Goldfisch existiert noch. Im Besitz der BMW Group. Nicht mehr fahrbereit. Aber manchmal auf Ausstellungen zu sehen.

408 PS. 16 Zylinder. Gebaut ohne Erlaubnis. In einem Keller bei BMW.

Adresse

Muracher
Birr
6235

Öffnungszeiten

Montag 18:30 - 20:00
Dienstag 18:30 - 20:00
Mittwoch 18:30 - 20:00
Donnerstag 18:30 - 20:00
Freitag 18:30 - 20:00
Samstag 08:30 - 15:00

Telefon

+41763827945

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