fluegel.tv

fluegel.tv möglichst live und in voller Länge übertragen werden. Zwar wurde der Sender beim Untersuchungsausschuss zu den Vorfällen am 30.9.

Die Macher von fluegel.tv haben es sich zur Aufgabe gemacht, einen Teil zur Demokratisierung der Gesellschaft beizutragen, indem Diskussionen, Kongresse, Demonstrationen, etc. Der Internetsender hat sich im Rahmen der Proteste um Stuttgart 21 formiert, den ersten beachtenswerten Auftritt gab es beim Baggerbiss am Nordflügel des Hauptbahnhofes, der von der Web-Cam live übertragen wurde. Bei den Vor

fällen im Schlosspark war fluegel.tv der erste Sender, der live-Bilder von den Vorfällen zeigen konnte. Mediales Interesse erlangte der Sender auch bei den sogenannten Schlichtungsgesprächen mit erfreuliche Einschaltquoten. im Schlosspark weniger wahrgenommen, allerdings sind die Aussagen der Zeugen des Untersuchungsausschusses nahezu komplett im Internet in der Mediathek abrufbar. fluegel.tv agiert als Bürgersender finanziell unabhängig und Partei übergreifend. Die Macher sind Journalisten und Medienschaffende aus der Region Stuttgart und arbeiten ehrenamtlich. Unser Internetangebot wird ausschließlich durch Ihre Spenden und unser Taschengeld finanziert. Alle Mitwirkenden arbeiten rein ehrenamtlich. Wenn Sie fluegel.tv unterstützen und sich an den technischen Betriebskosten beteiligen möchten, können Sie hier spenden. Herzlichen Dank an alle Spenderinnen und Spender bislang – Ihre Spende ist für uns eine wertvolle Unterstützung!

https://youtu.be/HlPIqUglBOI  Vimeo: 1053721546
05/02/2025

https://youtu.be/HlPIqUglBOI

Vimeo: 1053721546

Kurz vor der Bundestagswahl am 23. Februar steht Deutschland am Scheideweg. Der Rechtsruck ist allgegenwärtig. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrep...

17/10/2024

Stuttgart 21, Rosensteinbebauung, AEG-Novellierung und die Vorwürfe von Winfried Hermann
Der Vertrauensbruch des Ministers
Laut Stuttgarter Zeitung vom 16.10.24 wirft Landesminister Winfried Hermann denen Vertrauensbruch vor, die aus Klimaschutzgründen und zur Sicherung der Zukunft des Bahnverkehrs Abriss und Bebauung weiterhin dringend nötiger Bahngleise verhindern wollen. Das ist ein Vertrauensbruch ausgerechnet eines Grünen Verkehrsministers, der noch heute die zu schwache Leistung des im Bau befindlichen Tiefbahnhofs beklagt. Hermann macht sich damit zum Fürsprecher einer breit angelegten Kampagne für eine Revision der gerade vom Bundestag beschlossenen Novellierung des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG §23), die die Priorität generell auf den Erhalt von Schieneninfrastruktur setzt, womit die Rosensteinbebauung verunmöglicht und stattdessen der Bestand von Kopfbahnhof und Gäubahnanschluss sichergestellt würde.
Wer ein Projekt, das er einmal mit Inbrunst und guten Argumenten bekämpft hat, nun trotz all seinen falschen Versprechungen verteidigt, der begeht den Vertrauensbruch. „Das ganze Projekt Stuttgart 21 ist ein einziger Vertrauensbruch. Denn es ist mit der Lüge auf den Weg gebracht worden, es verbessere massiv den Bahnverkehr, obwohl es immer um ein Immobilienprojekt ging, das den Bahnverkehr massiv behindert“, so Bündnissprecher Martin Poguntke.
Die Sorge, dass dieses nun scheitern würde, schweißt alte Bündnisse und Seilschaften der S21-Protagonisten wieder zusammen. Statt die Kampagne für eine Rücknahme der neuen Regelung zu befeuern, stünde es Tageszeitungen mit einer regionalen Monopolstellung gut zu Gesicht, statt einseitiger Berichterstattung auch kritische Argumente zu Wort kommen zu lassen. Der Bau von 5000 Wohnungen werde sabotiert, heißt es da. Kein Wort davon, dass diese Wohnungen frühestens in den 40er Jahren und dann vermutlich zu unbezahlbaren Mieten zur Verfügung stünden, und dass schon jetzt und längst viel Wohnungsbau in gleicher Größenordnung an vielen Stellen der Stadt möglich wäre. Kein Wort davon, dass eine Inbetriebnahme von S21 in den Sternen steht und nach Auffassung unabhängiger Bahnexperten die Kapazität der Kopfbahnhofgleise für die Verkehrswende unverzichtbar ist. Schwer erträglich ist auch, wenn von einem Grünen Minister alle Warnungen in den Wind geschlagen werden, dass mit einer Großbebauung in der klimasensiblen Frischluftschneise die Aufheizung der Innenstadt für viele Menschen noch belastender würde.
„Man kann nicht nach 30 Jahren Planung sagen, man habe sich das nun anders überlegt“, meint der Minister. „Nach 30 Jahren allerdings, in denen alle Warnungen von Anfang an in den Wind geschlagen wurden und das Projekt derzeit immer tiefer in eine Sackgasse fährt,“ so antwortet Poguntke, „ist es – im Gegenteil – verantwortungsbewusst und ein Zeugnis von Selbstkritikfähigkeit, sich nun auf die neue Rechtslage einzustellen und die finanziellen und personellen Ressourcen der Stadt für die wirklich dringenden Themen zu nutzen.“
Stattdessen betreiben die Stuttgarter S21-Parteien seit Wochen auf allen politischen und parteipolitischen Schienen massiven Lobbyismus für eine Rücknahme der AEG-Regelung. Das Aktionsbündnis hat darauf mit einem Brief an Bundesbauministerin Geywitz und andere reagiert: https://kopfbahnhof-21.de/briefe/nicht-entwidmung-von-bahnflaechen-fuer-s21-stadtentwicklungsprojekt-offener-brief/. Auch darüber wäre eine inhaltliche Berichterstattung in den Stuttgarter Tageszeitungen wünschenswert gewesen.
Jetzt soll der Stuttgarter Gemeinderat am 7. November eine Verfassungsbeschwerde gegen das neugefasste AEG beschließen. Der Bundesgesetzgeber habe in die Kommunalhoheit eingegriffen. Schwer zu glauben, dass das BVerfG eine solche Beschwerde auch nur annehmen würde, nachdem die Stadt sehenden Auges die eindeutig dem Bahnverkehr gewidmete Flächen gekauft hatte, in der blauäugigen Annahme, sie für ihr Immobilienprojekt nutzen zu können.
Anlässlich der Gemeinderatssitzung ruft das Aktionsbündnis zu einer Protestkundgebung vor dem Rathaus auf gegen die Absicht der Stadt, ein Sondergesetz („Lex S21“) im Sinne ihres Immobilienprojekts zu erwirken. Kundgebung am 7.11. um 16h, Sitzungsbeginn 16.30h

Kontakt: Martin Poguntke, , Werner Sauerborn,

Meine Meinung = Jetzt sind im Landtag einige größenwahnsinnig geworden.

06/10/2024

Betreff: Nicht-Entwidmung von Bahnflächen für S21-Stadtentwicklungsprojekt
Offener Brief an Bauministerin Geywitz
Sehr geehrte Frau Geywitz,
der Stuttgarter Oberbürgermeister, Herr Dr. Frank Nopper hat Ihnen, dem Bundesverkehrsminister und den baden-württembergischen Bundestagabgeordneten am 30. August einen Brief geschrieben, um die Ende letzten Jahres in Kraft getretene Novellierung des § 23 Allgemeines Eisenbahngesetz wieder rückgängig zu machen bzw. eine Art Sondergesetz für Stuttgart 21 („Lex S21“) zu erwirken.
Dieses Schreiben strotz vor Irreführungen und Falschdarstellungen und sollte nicht als Grundlage Ihrer Entscheidungen bzw. der Entscheidung der Koalition in dieser Frage dienen.
Zunächst ist dem Eindruck entgegenzutreten, in dieser Auseinandersetzung gehe es um Stuttgart 21. Tatsächlich hat die jetzige Regelung nur Auswirkungen auf die Bebauung des jetzigen Gleisvorfelds mit einem neuen Stadtviertel. Dies ist zwar die eigentliche Motivation für den Bau des Tiefbahnhofs und der bisher 60 km Tunnelanlagen. Das Bahnprojekt S21 könnte jedoch auch ohne das Immobilienprojekt, genannt „Rosensteinquartier“, weiter gebaut und in Betrieb genommen werden. Es geht also um keinen eisenbahnbetrieblichen Dissens, sondern allein um ein Stuttgarter Immobilienprojekt.
Es geht auch nicht wirklich um Wohnungsbau, erst recht nicht um sozialen Wohnungsbau. Die Stadt Stuttgart verfügt über ausreichend ungenutzte Potentiale wie z.B. 10.000 leerstehende Wohnungen, um nicht erst in den 2040-er Jahren (wenn überhaupt) Wohnraum zu schaffen, sondern zeitnah. Schon längst hätten schon entwidmete Bahnflächen (die allerdings derzeit von der Bahn für Baustellenlogistik belegt werden), Bürogebäude und bestehende Brachen für Wohnungsbau im Rahmen der kommunalen Hoheit genutzt werden können. Berechnungen des Finanzbürgermeisters zum Wohnungsbau auf den durch das AEG nun ausgeschlossenen Flächen zeigen, dass die Herrichtung des Baufelds, die Schaffung von Infrastrukturen, die Bebauung auf hochpreisigen innerstädtischen Flächen und das Subventionieren auf ein (Miet-)preisniveau für Normalverdiener*innen den städtischen Haushalt völlig überfordern würden – oder es würde eben nur Wohnraum für Reiche geschaffen.
Das Stuttgarter Immobilienprojekt entstammt den frühen 90-er-Jahren und den damals noch vorherrschenden städtebaulichen Vorstellungen. Als Wohnungsbauministerin wissen Sie, dass heute Städtebau sensibler vorgeht und im Bestand entwickelt, statt am „Reißbrett“ entworfene Stadtteile hinzustellen. Die klimaschädigende Bodenversiegelung ist mit einem Netto-Zuwachs von einem Quadratkilometer seit 2018 in Stuttgart ungebrochen und würde mit dem Bau des geplanten neuen Stadtteils neue Rekordhöhen erreichen (s. Stuttgarter Zeitung von 2./310.2024, S. 17).
Auch die Behauptung des Stuttgarter OBs, hier werde ein „klimaangepasster“ Stadtteil entstehen, ist irreführend. Denn der Stadtteil selbst wird zwar sehr ökologisch geplant, aber auf einer stadtklimatisch hoch bedeutsamen Fläche:
Aufgrund seiner Kessellage erlebt die Stuttgarter Innenstadt schon heute jeden Sommer immer neue Höchsttemperaturen. Eine Frischluftschneise vom Stuttgarter Süden („S-Kaltental“) über das Gleisvorfeld zum Neckar bewirkt nachts eine Abkühlung. Genau auf diesen mikroklimatisch wichtigen Flächen soll der neue Stadtteil entstehen, der mit einer Bebauungshöhe von bis zu 27 m den Abfluss der Heißluft behindern würde. Angesichts der immer bedrohlicheren Klimaprognosen ist das unseres Erachtens unverantwortlich. Leider durfte die Abteilung Stadtklimatologie der Landeshauptstadt nur der Frage nachgehen, welche Art der Bebauung am klimaverträglichsten ist, nie aber der Frage, ob eine Bebauung an sich klimaverträglich ist.
Die Behauptung, eine Bebauung müsse ermöglicht werden, weil die Gleisflächen des Kopfbahnhofs bei Fertigstellung von S21 nicht mehr benötigt würden, geht auf den alten Streit um die Kapazität von Stuttgart 21 zurück. Diverse Bemühungen, mit milliardenteuren „Ergänzungsprojekten“ die Leistungsfähigkeit des 8-gleisigen Tiefbahnhofs zu erhöhen, belegen, dass es bei S21 ein manifestes Kapazitätsproblem gibt, spätestens dann, wenn bis 2030 die Zahl der Bahnreisenden verdoppelt werden soll, wie es die Planung der Verkehrswende vorsieht. Dies kann nur durch den (zusätzlichen) Erhalt von Kopfbahnhofgleisen ermöglicht werden. Eine Vorratshaltung von Schieneninfrastruktur ist daher nicht „entbehrlich“, wie behauptet, sondern dringend geboten. Eine Entwidmung dieser Anlagen ist „kein Stück aus dem Tollhaus“, wie OB Nopper es in den Stuttgarter Nachrichten vom 29.8. bezeichnete, sondern sinnvollerweise mit der Neuregelung von §23 AEG ausgeschlossen.
Eher kurios mutet das Schreckensbild in dem Schreiben an, auf dem innerstädtischen Areal entstünden „Bahnwüsten und verwilderte Flächen“, wenn die Stadt ihr Immobilienprojekt nicht realisieren könne. Das wäre höchstens in dem sehr konstruierten Fall die Folge, wenn die Flächen nicht für Bahnbetrieb genutzt würden. Stattdessen wird die Bahn aber froh sein, für die Zukunft auf diese für eine ausreichende Kapazität dringend benötigten Flächen zurückgreifen zu können.
Die Magistrale Zürich–Stuttgart („Gäubahn“) könnte dann weiter direkt in den bestehenden Kopfbahnhof geführt werden. Die langjährige Kappung der Gäubahn, gegen die die Anrainer-Kommunen, darunter viele CDU-geführte, heftig protestieren, wäre vom Tisch. Ebenso die sehr aussichtsreiche Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen die Kappung. Und der Bundeshaushalt würde nicht durch weitere Mehrkosten in Milliardenhöhe für den sog. Pfaffensteigtunnel belastet, durch den in 10 bis 15 Jahren, wenn überhaupt, die Gäubahn-Züge in den Tiefbahnhof fahren können sollen. Auch weitere Milliarden teure „Ergänzungsprojekte“ wären nicht mehr erforderlich.
Auch würde der langjährigen, notorisch ignorierten Kritik des Bundesrechnungshofs an der völlig aus dem Ruder geratenen Kostenentwicklung von Stuttgart 21 Rechnung getragen – was Sie als ehemalige Prüfgebietsleiterin des Landesrechnungshof Brandenburg sicher zu schätzen wissen würden.
Sehr geehrte Frau Ministerin, Sie können davon ausgehen, dass wir unsere sachlichen Argumente Punkt für Punkt belegen können, getreu der Sichtweise der WELT vom 24.9.2024, die unter der Überschrift „Späte Genugtuung für die „Wutbürger“ schrieb: „Dass die Bahn an dem Bauprojekt gegen alle Widerstände festgehalten hat, rächt sich heute und macht Stuttgart 21 zum mahnenden Beispiel dafür, wie riskant es ist, Einwänden zu wenig Gehör zu schenken.“
Derzeit mobilisieren die Stuttgarter S21-Förderer all ihre (partei-)politischen Kontakte für eine wie auch immer geartete Sonderregelung für Stuttgart 21, genauer eben für das in diesem Zusammenhang beabsichtigte Immobilienprojekt.
Wir bitten Sie um ein Gespräch in nächster Zeit, um Ihnen die hier vorgetragenen Argumente erläutern zu können.
Mit freundlichen Grüßen (gez.)

Martin Poguntke (Sprecher)
Werner Sauerborn (Geschäftsführer)

726. Montags-Demo gegen Stuttgart21, 30.09.2024,Kathrin Hartmann, Journalistin und Autorin
03/10/2024

726. Montags-Demo gegen Stuttgart21, 30.09.2024,
Kathrin Hartmann, Journalistin und Autorin

726. Montags-Demo gegen Stuttgart21, 30.09.2024,Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer Deutsche Umwelthilfe (DUH)
03/10/2024

726. Montags-Demo gegen Stuttgart21, 30.09.2024,
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer Deutsche Umwelthilfe (DUH)

726. Montags-Demo gegen Stuttgart21, 30.09.2024,Timo Brunke, Poet und Wortkünstler
03/10/2024

726. Montags-Demo gegen Stuttgart21, 30.09.2024,
Timo Brunke, Poet und Wortkünstler

726. Montags-Demo gegen Stuttgart21, 30.09.2024,Dieter Reicherter, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D.
03/10/2024

726. Montags-Demo gegen Stuttgart21, 30.09.2024,
Dieter Reicherter, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D.

28/09/2024

Bernd Riexinger
Mitglied des Deutschen Bundestages
Ihr Schreiben vom 30.August/ AEG
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Nopper,
gerne antworte ich auf Ihr Schreiben vom 30. August 2024 zum
Thema „Änderung von § 23 Allgemeines Eisenbahngesetz
Freistellung nicht mehr benötigter Bahnbetriebsflächen durch den
Bund“.
Das Gesetz zur Freistellung nicht mehr benötigter Betriebsflächen
wurde im Rahmen eines größeren Gesetzespakets beschlossen.
Dieses Gesetzespaket haben wir abgelehnt, befürworten allerdings
den §23 zu den Bahnbetriebsflächen, da die Herausforderungen
zum Erreichen der Klimaziele im Verkehrssektor sehr groß sind.
Einer Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene
kommt dabei eine große Rolle zu. Das Projekt Stuttgart 21 steht
diesem Ziel von Beginn an diametral entgegen:
1. Die Leistungsfähigkeit des neuen Tiefbahnhofs mit seinen acht
Gleisen ist nicht ausreichend gegeben, weshalb für weitere
Milliarden der gesamte Bahnknoten Stuttgart umgebaut wird und
daher eine weitere Nutzung oberirdischer Gleise vonnöten ist.
2. Ihr Parteikollege Heiner Geißler hat in der Schlichtung zu
Stuttgart 21 einen sogenannten Kombibahnhof vorgeschlagen. Nur
dann wird ein Ausbau des Bahnangebots und der geplante
Deutschlandtakt in Stuttgart möglich sein. Somit ist sehr wohl eine
weitere langfristige Nutzung mindestens von Teilen oberirdischen
Gleisinfrastrukturen zu erwarten.
3. Bis heute steht ein Fertigstellungstermin des Tiefbahnhofs nicht
gesichert fest.
Das Gesetz zur Freistellung nicht mehr benötigter Betriebsflächen
wurde im Rahmen eines größeren Gesetzespakets beschlossen.
Dieses Gesetzespaket haben wir abgelehnt, befürworten allerdings
den §23 zu den Bahnbetriebsflächen, da die Herausforderungen
zum Erreichen der Klimaziele im Verkehrssektor sehr groß sind.
Einer Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene
kommt dabei eine große Rolle zu. Das Projekt Stuttgart 21 steht
diesem Ziel von Beginn an diametral entgegen:
1. Die Leistungsfähigkeit des neuen Tiefbahnhofs mit seinen acht
Gleisen ist nicht ausreichend gegeben, weshalb für weitere
Milliarden der gesamte Bahnknoten Stuttgart umgebaut wird und
daher eine weitere Nutzung oberirdischer Gleise vonnöten ist.
2. Ihr Parteikollege Heiner Geißler hat in der Schlichtung zu
Stuttgart 21 einen sogenannten Kombibahnhof vorgeschlagen. Nur
dann wird ein Ausbau des Bahnangebots und der geplante
Deutschlandtakt in Stuttgart möglich sein. Somit ist sehr wohl eine
weitere langfristige Nutzung mindestens von Teilen oberirdischen
Gleisinfrastrukturen zu erwarten.
3. Bis heute steht ein Fertigstellungstermin des Tiefbahnhofs nicht
gesichert fest. Und wenn Sie die Berichterstattung des SWR vor
wenigen Tagen verfolgt haben, plant die Bahn die Digitalisierung
von Zugstrecken in Deutschland zu stoppen. Ein Eröffnungstermin
im Dezember 2026 rückt somit in weite Ferne.
Von Beginn an war Stuttgart 21 für die Politik in Stadt, Land und
Bund ein Immobilienprojekt. Das Heilsversprechen ist seither, dass
mit dem Rosensteinquartier die notwendigen Wohnungen
entstehen, um die Wohnungskrise in der Stadt zu lösen. Auch
hierbei ist Stuttgart 21 allerdings eher ein Problem und nicht die
Lösung:
1. Ein Potenzial für den Bau von rund 2.000 neuen Wohnungen
besteht seit Jahren auf ehemaligen und nicht mehr gebrauchten
Gleis- und Betriebsflächen des Hauptbahnhofs. Diese Flächen
werden allerdings von der Bahn selbst durch die
Baustelleneinrichtung für Stuttgart 21 blockiert. Ohne das Projekt
Stuttgart 21 wären somit auf diesen Flächen schon heute die
dringend benötigten Wohnungen für Stuttgarter:innen gebaut und
bewohnt.
2. In Stuttgart gibt es viele weitere Potenzialflächen für den
Wohnungsbau, die bis heute ungenutzt sind. Die Stadt Stuttgart hat
es jahrelang versäumt den zum Verkauf stehenden Eiermann-
Campus in Stuttgart-Vaihingen zu erwerben. Stattdessen wurde das
Grundstück von einer privaten Immobilienfirma gekauft und
mehrmals mit großen Profiten weiterverkauft. Der Spekulation mit
dem Grundstück wurde damit Tür und Tor geöffnet und nun
blockiert die insolvente Adler Group jegliche weitere Entwicklung.
1.400 Wohnungen könnten dort auch längst im Bau sein. Unsere
Fraktion im Stuttgart Gemeinderat fordert zu Recht, diese Fläche
von Seiten der Stadt zu erwerben. Ein weiteres ungenutztes Areal
ist das EnBW-Areal in Stuttgart-Ost. Hier verhindert das
landeseigene Energieunternehmen die Schaffung von 800 Hier verhindert das
landeseigene Energieunternehmen die Schaffung von 800
Wohnungen, da die EnBW das Projekt als nicht mehr profitabel
erachtet.
3. Der aktuelle Zensus hat vor wenigen Tagen zudem offengelegt,
dass in der Stadt Stuttgart über 11.000 Wohnungen leer stehen.
Diese Wohnungen gibt es schon, sind gebaut und können zum
größten Teil bewohnt werden. Allerdings tut die Stadt bisher wenig,
das bestehende Zweckentfremdungsverbot konsequent
durchzusetzen.
wichtig für den Hitzeausgleich im Kessel und für die Biodiversität in
der gesamten Stadt.
Nochmals zusammengefasst: Auf der einen Seite könnten schon
heute auf versiegelten Flächen 4.000 Wohnungen gebaut werden.
Auf der anderen Seite stehen 11.000 Wohnungen meist ohne
Grund leer.
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Nopper, zusammen ergibt
das insgesamt 15.000 Wohnungen. Das sind mindestens drei Mal
so viele Wohnungen wie hypothetisch auf dem Rosensteinquartier
entstehen könnten. Das Wohnungsproblem in Stuttgart besteht seit
Jahren und muss jetzt gelöst werden und nicht erst im Jahr 2040,
wenn eine Bebauung perspektivisch auf dem Rosensteinquartier
erst möglich sein könnte. Erlauben Sie mir Ihnen zu empfehlen bei
den von mir genannten Projekten die Prioritäten zu setzen, statt auf
die Fata-Morgana Rosensteinquartier zu warten.
Das Wohnungsproblem in Stuttgart ist selbstgemacht: Die
unkontrollierte Spekulation mit Wohnraum, zur Gewinnmaximierung
von Investoren und Immobilienkonzernen und die Untätigkeit im
Umsetzen von geplanten Wohnbauprojekten sowie im
konsequenten Bekämpfen von Leerstand. Hinzu kommt eine
dürftige Bilanz bei der Schaffung sozial geförderten Wohnungen.
Stuttgart 21 ist und bleibt ein Milliardengrab. Es verhindert eine
klimagerechte Mobilitätswende und die Wohnungskrise wird es
auch nicht lösen. Menschen werden zukünftig in Städten leben
wollen, in denen unter veränderten Klimabedingungen ein
lebenswertes Wohnen möglich ist. Dazu gehört eine gut
ausgebaute Bahninfrastruktur, ausgebaute Fuß- und Radwege, ein
guter und günstiger Nahverkehr und insgesamt weniger privat
genutzte Autos. Auch hier hat die Stadt Stuttgart etliche Baustellen.
Ich erinnere nur an den Rückbau der zwei Bundesstraßen durch die
Stadt.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der Bewältigung
all dieser Herausforderungen.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Riexinger

09/08/2024

Betreff: Stromreport I. Hbj. 20 plus Highlights Juli 24
Pressemitteilung 6.8.24
Anhängend sende ich Ihnen den Stromreport für das I. Hbj. 2024 plus Highlights Juli 24. Ausgewertet haben wir die Energy Charts vom Fraunhofer ISE Institut, den heute versandten Bericht der AG Energiebilanzen für das I. und II. Quartal 24 sowie Daten der Fachagentur Wind- und Solarenergie e. V.
Die Daten widerlegen die jetzt nahezu täglich zu lesenden Aussagen von IHK Schwaben & Co. im Schleichkampf gegen die Energiewende.

Erfolgszahlen unserer Energiewende
Veränderungen I. Hbj. 24 zum I. Hbj. 23

Atomstrom: - 100 %
Solarstrom: + 13 %
Windstrom: + 10 %
Kohlestrom: - 26 %
Strombörsenpreis: - 33 %
Gasgroßhandelspreis: - 33 %

Raimund Kamm (Vorstand)
FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager
und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.
Augsburg - Dillingen - Günzburg - Heidenheim - Ulm

Gundremmingen hat Deutschlands größtes Atommülldepot
● Pro Artenvielfalt ● Pro Eindämmung der Atomgefahren ● Pro Klimaschutz

09/08/2024

Lex S21
Getroffene Hunde - und Ewiggestrige - bellen
Immer kuriosere Züge nimmt die Diskussion um die davon schwimmenden S21-Felle wegen des inzwischen rechtlich unmöglich gewordenen Baus des Rosensteinviertels an. Sprache und Reaktionen aus der Provinz zeigen, dass man zu früh das Fell des Bären verteilt hat. Leider schadet die Wortwahl in einigen Aussagen konkret weiter dem Ansehen von Demokratie und Justiz. Deshalb ruft das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 die Beteiligten bei aller Enttäuschung zur Mäßigung und gegenseitigem Respekt auf.
In diesem Sinne bedenklich ist insbesondere die Aussage des Stuttgarter Oberbürgermeisters Dr. Frank Nopper, der Bundestag - nach dem Grundgesetz eines der höchsten Verfassungsorgane – habe im „Zustand kollektiver (!) legislativer Verirrung“ ein Gesetz beschlossen. Damit wird in populistischer Weise Misstrauen gegen demokratische Prozesse geschürt.
Wenn der FDP-Landtagsabgeordnete Hans Dieter Scheerer erklärt „Wir brauchen keinen oberirdischen Bahnhof“, so vermutet man als erstes, dass er nicht mit der Bahn fährt und ihm ein zuverlässiger und leistungsfähiger Bahnhof egal ist. Man denkt an seine Parteifreunde im Bund, die lieber Autobahnen als Bahnstrecken ausbauen, und an Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP), der seine CO2-Ziele nicht einhält und damit gegen Klimagesetze verstößt. Man wird an das Ausbremsen von nötigen Maßnahmen des Klimaschutzes und an die Verharmlosung der Erderhitzung erinnert. Wenn dann dieser Landespolitiker noch davor warnt, „dass Teile des oberirdischen Bahnhofs in Betrieb bleiben“, so hat er sich offenkundig nicht informiert, dass der künftige Tiefbahnhof die versprochene Leistung nicht schafft und zur angestrebten Verdoppelung der Passagierzahlen zwingend oberirdische Gleise bleiben müssen.
Die Lobbyisten Joachim Rudolf und Ulrich Wecker von Haus&Grund entlarven sich durch ihre Wortwahl selbst. Denn wer unfähig ist, Planungen aus dem letzten Jahrtausend auf den Prüfstand der zwischenzeitlichen Entwicklungen und Erkenntnisse zu stellen, ist selbst ewig gestrig. Und wer mit religiösem Bezug diejenigen der Rechthaberei bezichtigt, die sich auf demokratisch beschlossene Gesetze berufen, der richtet sich selbst. Dazu Dieter Reicherter, Sprecher des Aktionsbündnisses: „In meinem langen Berufsleben als Staatsanwalt und Strafrichter musste ich vielen Rechtsbrechern erklären, dass Gesetze für Alle gelten, und mit Strenge für Gerechtigkeit sorgen. Auch Lobbyisten müssen sich an Recht und Gesetz halten.“

08/07/2024

Aufruf zum Volksbegehren:
Landtag verkleinern in Baden-Württemberg

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer des Volksbegehrens „Landtag verkleinern“,

WIR BRAUCHEN BREITERE UNTERSTÜTZUNG !!!
Bisher erreichen wir mit unserem Team vor allem Zeitungsleser. Unser Ziel ist es, auch jüngere Generationen (Beteiligung ab 16 Jahren möglich) zu motivieren, deshalb suchen wir Personen mit vielfältigen Kompetenzen:
Social Media:
• Social Media Auftritt (Instagram, Facebook, X, TikTok)
• Produktion von Videos (Erklärung, Motivation etc.)
• Produktion von Logos und Marketing Material
Persönliche Kontakte:
• zu lokalen Medien und Zeitungen in Baden-Württemberg (insbesondere Ulm, Karlsruhe und Mannheim)
• zu Organisationen, die unser Anliegen unterstützen.
Fragen Sie auch in Ihrer Familie, bei Freunden und Bekannten, ob jemand Lust hat uns tatkräftig zu unterstützen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dieter Distler & Team

Initiator
Dr. Dieter Distler
email: dieter.distler(at)gmx.de
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02/07/2024

Betreff: Offener Brief: Stuttgart 21 – Fakten zum Offenen Brief von Ministerpräsident Kretschmann
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
angesichts der vielen sachlich nicht haltbaren Aussagen im Offenen Brief von Herrn Ministerpräsident Kretschmann an Sie fühlen wir uns aufgerufen, Sie auf die Faktenlage insbesondere zu ETCS hinzuweisen. Angesichts des desolaten Zustands des Projekts erschienen uns weitere Milliardentransfers „lost costs“, verlorene Kosten. Das Kapazitätsproblem von Stuttgart 21 mit immer weiterem Milliardenaufwand lösen zu wollen, ist eine der vielen Lebenslügen der Befürworter. Weder die geplanten weiteren 47 Kilometer Tunnel („Ergänzungsprojekte“) noch die ETCS-Implementation können etwas am Engpass ändern, der durch die Halbierung der Gleiszahl entsteht.
Zunächst aber: Wir halten es für wichtig, dass Sie als Bundeskanzler, die Gleichheit der Lebensverhältnisse auch im Blick auf die Bahninfrastruktur im Auge haben – so wichtig die Interessen einzelner Bundesländer sein mögen. Das Projekt Stuttgart 21 hat mittlerweile 11,5 Milliarden Euro des bundeseigenen Bahnkonzerns ins reiche Bundesland Baden-Württemberg gelenkt, während bundesweit im gesamten Bestandsnetz zahllose mit viel begrenzteren Mitteln behebbare Bahn-Engpässe auf Umsetzung warten müssen. Ministerpräsident Kretschmann befürchtet, dass „die DB jedoch (versucht), die hierfür reservierten Bundeshaushaltsmittel auf die Sanierung des Bestandsnetzes umzulenken.“ Genau das sollte sie aber tatsächlich tun!
Auch wenn die Mittel für den Digitalen Knoten offiziell nicht als Teil der S21-Finanzierung deklariert werden, sind es selbstverständlich Aufwendungen für dieses Projekt – genau wie die Kosten für den geplanten Pfaffensteig- und Nordzulauftunnel. Auf vielen direkten und indirekten Wegen wird Geld, das für die Sanierung der Bahn benötigt wird, in das Stuttgarter Fass ohne Boden gelenkt. Wenn weitergebaut werden sollte, wäre es viel angemessener, die Projektpartner, das Land Baden-Württemberg, den Flughafen Stuttgart, die Region Stuttgart und die Stadt Stuttgart zur Finanzierung heranzuziehen.
Der Digitale Knoten Stuttgart ist auch keineswegs „für die Innovationsfähigkeit Deutschlands von zentraler Bedeutung“. Zum einen, weil er lediglich eine Notmaßnahme darstellt, um dem viel zu kleinen neuen Tiefbahnhof in Stuttgart wenigstens noch einige Prozent an zusätzlicher Kapazität zu verschaffen – während oberirdisch weiterhin ein komplett funktionsfähiger „alter“ Kopfbahnhof zur Verfügung steht, der keinerlei solche Investitionen braucht, um die Anforderungen auch der nächsten Jahrzehnte zu erfüllen. Zum anderen, weil es eine Fehlentscheidung der Bahn war, erste Erfahrungen mit dem Zugsteuerungssystem ETCS an einem der komplexesten und störungsanfälligsten Bahnknoten Deutschlands sammeln zu wollen. Das lässt unausweichlich für Jahrzehnte ein Dauerproblem erwarten, in das immer weitere Gelder gesteckt werden müssen. Dass hier von Ministerpräsident Kretschmann in Merkel‘scher Diktion „die Zukunftsfähigkeit Deutschlands“ mal wieder von Stuttgart 21 abhängig gemacht wird, sollte nach all den Erfahrungen mit dem Projekt stutzig machen.
Viel sinnvoller ist es deshalb – wenn schon in Stuttgart mit ETCS begonnen wurde, weil man versäumt hatte, von Anfang an auch auf konventionelle Signaltechnik zu setzen – der Implementierung dieses Systems jede Zeit zu geben, die sie für gründliche Vorarbeit und Auswertung von Erfahrungen braucht. Deshalb wäre eine Streckung der zur Verfügung stehenden Mittel über einen längeren Zeitraum keineswegs nur eine Notlösung, sondern der einzige Weg zu einer erfolgreichen Implementierung – allerdings in ein zum Scheitern verurteiltes Tiefbahnhof- und Tunnelsystem. Das von Herrn Ministerpräsident Kretschmann befürchtete „fatale“ industriepolitische Signal wäre noch viel fataler, wenn der erste Versuch mit ETCS – erwartbar – unter Zeitdruck fortwährend scheitern würde. Ein Schrecken ohne Ende.
Wir halten es für sehr bedenklich, wenn sich ein Ministerpräsident jenseits der Faktenlage in Sachen ETCS derart vor den argumentativen Karren der Projektunterstützer spannen lässt: Das betrifft sowohl die erhofften Kapazitätssteigerungen durch ETCS als auch die angepeilte Umsetzungszeit. Beides sind, wie alle bisherigen Zeit- und Kostenangaben der Bahn, politische, realitätsferne Beschwichtigungen. Um das Projekt nicht ins Stocken zu bringen und um es der Bevölkerung als voranschreitendes Projekt verkaufen zu können, haben die Stuttgarter Projektpartner fortlaufend von der Bahn positive Signale gefordert und diese dann mit vertreten –ausgerechnet auch diejenigen, die sich nun über die „Lügen“ der Bahn beschweren.
Definitiv falsch ist die Aussage, „Experten zufolge“ sei das „Potenzial der Effizienz- und Kapazitätsgewinne in einem komplexen Bahnknoten ungleich höher als auf freier Strecke“. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Experten sagen, dass Kapazitätsgewinne um so geringer sind, je mehr Weichen beteiligt sind, also am größten gerade nicht im komplexen Bahnknoten Stuttgart. Mehr Sicherheit ja, aber nicht mehr Kapazität. (Siehe hierzu auch den Offenen Brief des Faktenportals WikiReal.org!)
Nicht unerwähnt soll bleiben, dass das Immobilienprojekt Stuttgart 21 als Bahnprojekt schon heute gescheitert ist. Alle Beteiligten wissen in Wahrheit, dass die acht Gleise des Tiefbahnhofs unter gar keinen Umständen den bestehenden 16-gleisigen Kopfbahnhof ersetzen können. Alle Beteiligten wissen, dass die große Zahl an für den Tiefbahnhof geplanten Zügen – ob mit oder ohne ETCS – zu einer so hohen Zugdichte führen würde, dass dieser Bahnhof bundesweit dauerhaft der Haupt-Verspätungsverursacher würde. Und alle wissen oder könnten es wissen, dass das von der Bahn vorgelegte Brandschutz-Konzept zwar für eine Baugenehmigung irgendwie ausreichen mochte, weil es formal die meisten Bestimmungen einhält, dass es aber nicht zum Betrieb von Zügen ausreicht, weil es in der Praxis seine Funktionstüchtigkeit nicht nachweisen kann. Die große Enge in den Tunnels und die einzigartige Länge von 60 Kilometer zusammenhängender Tunnels (mit geplantem Pfaffensteigtunnel und Nordzulauftunnel sogar über 100 Kilometer), erfordert mehr als die bloße Minimaleinhaltung von Bauvorschriften. Der Tiefbahnhof wird deshalb nie den in Stuttgart erforderlichen Bahnverkehr bewältigen können. Stuttgart 21 wird als Tragödie enden (es ist schon jetzt weltweit eine Lachnummer), wenn jetzt einfach weitergebaut wird und weitere Finanzmittel den schon jetzt verlorenen hinterhergeworfen werden.
Deshalb unsere Bitte: Stimmen Sie keiner ungeprüften Weiterfinanzierung des Projekts zu! Lassen Sie sich nicht instrumentalisieren! Fordern Sie vielmehr von den Projektpartnern ein Innehalten und konstruktive Schritte zu einem industriepolitisch und vor allem bahnverkehrlich verantwortbaren Umsteuern. Niemand sollte sich von der Drohung mit einem schwarzen Baustellenloch, einem Ende mit Schrecken, zum sinnlos gewordenen Weiterbauen und Weiterfinanzieren nötigen lassen. Im Falle einer Beendigung gibt es längst klimaverträgliche Konversions- und Plan-B-Ideen.

Mit freundlichen Grüßen,
Martin Poguntke (Sprecher) Dr. Werner Sauerborn (Geschäftsführer)
Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21

(Und dieser Mann/Kretschmann hat einmal selber festgestellt. daß S21 nichts taugt. Welch ein Wendehals!)

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