13/10/2019
VLN 08 - der Samstag morgen hielt jede Menge Feuchtigkeit für die Rennteams bereit und so wurde das Qualifying für die einen zum Hasadeursritt und die anderen zur Kaffeepause. Auch SOR.team hat gezockt und auf abtrocknende Strecke gesetzt. Ganz klar verzockt - keine ordentliche Runde - wir starteten auf P8.
Es folgte pünktlich ab 11:20 Uhr die Startaufstellung mit Gridgirl miss.jena_ und die bekannte Einführungsrunde. Das herrliche Wetter hatte wieder einmal viele Fans der VLN an die Strecke gelockt. Und so konnte Startfahrer Andreas Marc Riedl aus Hamburg die Einführungsrunde wirklich genießen.
Das er dieses Vergnügen, mit 80 km/h um die Nordschleife zu fahren, an diesem Tag noch zweimal haben würde, ahnte er zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht.
Beim Start um 12:00 Uhr wählte Riedl die linke Linie und konnte so an den vor ihm stehenden Porsche des Teams Huber vorbeiziehen. Dies bedingte, dass er auch am Ende von Start und Ziel - Turn T1 - die Anfahrt in die Mercedes Arena sehr weit links fahren musste. Schicksalhaft bei diesem Start, da sich Anfang Mercedes Arena der erste große Unfall ereignete. Eingekeilt zwischen zwei Kontrahenten passierte unser GT3 CUP mit der Startnummer 76 die Unfallstelle.
Wirklich brenzlig wurde es dann für unseren Piloten erst nach der Kurzanbindung. Was immer sichhier ereignet habe musste, in dem Bereich nach der Kurzanbindung sah es aus wie auf einem Schrottplatz und nur mit viel Glück konnte eine Kollision mit einem der Wracks verhindert werden.
Infolge der beiden Unfälle wurde das Rennen abgebrochen. Restart in der Reihenfolge des Quali.
Der zweite Start erfolgte problemlos. Diesmal ab durch die Mitte und wieder ordentlich Plätze gut gemacht.
Es folgte eine wilde Jagd über die Nordschleife hinter Teamkollege Jörg Wisskirchen auf Porsche 997 Cup des Team Rent2drive Racing. Die Pace vor den beiden Porsche machte ein MercedesGT4. Den Job macht er allerdings nicht besonders gut und so gingen wertvolle Sekunden für beide Porsche Fahrer verloren. Die Hetzjagd dauerte bis Start und Ziel. Erst hier wurden der Cup in sein natürliches Habitat entlassen - eine freie Rennstrecke. An dem Mercedes vorbei erfolgte eine tolle Aufholjagd, an deren Ende das Auto von P8 gestartet an P4 liegend an Sven Bomhoff übergeben werden konnte.
Sven Bomhoff setzt die Aufholjagd auf die vor ihm liegenden drei Porsche konsequent fort. Mit klaren Kurs aufs Podium ereilte ihn nach der Nicki Lauda Kurve ein Reifenplatzer. Jegliche Ambitionen auf das Podium zu Nichte. Bpmhoff brauchte das Auto sicher in die Box verlor aber wichtige Minuten und kurzfristig die gute Laune.
In Folge des Reifenschadens trat ein Problem mit dem ABS auf, welches Richard Gresek indes nicht davon abhielt, routiniert den 3ten Stint abzuspulen. Die Sprungeinlage im Karussell sorgte für Gesprächsstoff und wird nicht so schnell vergessen werden.
Von P8 gestartet und auf P4 angekommen - in einem Rennen, dass alles andere als Routine war.
Wir freuen uns auf Lauf 9 in zwei Wochen und ein bisschen auch schon auf die Saison 2020.