Mit.Kuddel.Unterwegs

Mit.Kuddel.Unterwegs Rike & Guido ... mit.Kuddel.unterwegs ... Deutschland - Skandinavien - 😍Island🇮🇸 ... und so ... 😉

Baumwipfelpfad und Naturerbezentrum . . .
30/07/2026

Baumwipfelpfad und Naturerbezentrum . . .

Gut's Nächtle allerseits von der Insel Rügen . . .
29/07/2026

Gut's Nächtle allerseits von der Insel Rügen . . .

Strandfunde . . .So ein Strandspaziergang ist ja nicht einfach nur ein Spaziergang. Der Eine sucht philosophisch wandern...
28/07/2026

Strandfunde . . .

So ein Strandspaziergang ist ja nicht einfach nur ein Spaziergang. Der Eine sucht philosophisch wandernd in der Weite des Meeres nach dem Sinn des Lebens. Der Andere vielleicht platterdings sinnierend nur nach dem Ende des Horizonts. Der Nächste fortünetrunken detektivisch nach einem sagenhaften Seeräuberschatz oder wenigstens einem steinernen Strandjuwel.

Zu Entdecken gibt es in der Tat immer etwas am Meeressaum. Und so ist der Weg das Ziel, der Gang wird leichter, der Seewind macht den Kopf frei, die Augen erfreuen sich an eigentlich einfachen Phänomenen der Natur.

So kann es sein - nicht nur auf Rügen, aber doch vornehmlich dort - daß einem Steine mit ominösen Löchern vor die bestrandschuhten Füße kommen. Merkwürdig unnatürliche, oft symmetrische Löcher, eher wie von Menschenhand konstruiert.

In Deutschland bezeichnen wir sie meist als “Hühnergötter". Der Engländer kennt sie als " Hexensteine”, der Schotte hingegen als “Druidenglas".

Aber nein, sie werden nicht von Göttern gebohrt – das erledigt die Ostsee höchstpersönlich. Allerdings braucht sie dafür ein bisschen Zeit: Ungefähr ein paar Millionen Jahre.

Alles beginnt mit Feuerstein (Flint), der vor rund 70 Millionen Jahren in der Kreidezeit entstand. Im Stein steckten Fossilien wie Muscheln, Seeigel oder Seelilien.

Diese kalkhaltigen Einschlüsse waren deutlich weicher als der knallharte Feuerstein. Brandung, Sand und Wasser machten deshalb kurzen Prozess – na gut, in geologischen Maßstäben.

Nach und nach wurde der weiche Kalk herausgespült. Zurück blieb der Feuerstein mit seinem natürlichen Loch: Ein echter Hühnergott – ganz ohne Bohrmaschine, aber mit jeder Menge Geduld.

Nach altem, slawischen Volksglauben sollen diese Hühnergötter das Hausgeflügel vor bösen Geistern schützen. Klingt komisch, ist aber so.

Manchmal jedoch ist die Natur noch nicht ganz fertig geworden. Dann gibt es diese Ausspülungen nur im Ansatz, nur unvollendet, mal Milli- und mal Zentimeter tief. Der ungeduldige Strandläufer war quasi ein paar wenige Millionen Jährchen zu früh unterwegs.

Solche Steine werden dann von allwissenden Experten auch als “Halbgötter" tituliert. Und - echte Strandsteinexperten ahnen es wahrscheinlich - diese " Halbgötter” gibt es nicht nur im allseits geläufigen Schwarz, sondern auch in Weiß . . .

Abendlicher Strandspaziergang . . . 🥰🍀🌞
27/07/2026

Abendlicher Strandspaziergang . . . 🥰🍀🌞

27/07/2026

Die Woche könnte schlechter beginnen - frische Brise aus West-/Nordwest. Die Frisur sitzt. Der Kopf ist mit Herz und Seele im Reset-Modus.

Der Blick schweift über die aufgewühlte See vom Dransker Strand zur Insel Hiddensee . . . ❤️🍀🌞

Altertümchen - Teil 1 (?) . . .Der eine Teil von Kuddels Besatzung stöbert ja schon mal gerne intensiver in Geschichten ...
26/07/2026

Altertümchen - Teil 1 (?) . . .

Der eine Teil von Kuddels Besatzung stöbert ja schon mal gerne intensiver in Geschichten und Geschichte der bereisten Regionen. Gehören wir doch selbst beinahe zu den Altertümchen, kundschaften wir trotzdem (oder gerade deswegen) gern auch zusammen in Vergangenem. Bisweilen gehören dazu auch Exkursionen in die Umgebung, eingestandenermaßen eine Prise der Erfüllung des Entdecker- und des Abenteurer-Genes, welches doch irgendwie in jedem von uns wohnt. Das Aufstöbern von Relikten der Vergangenheit, von stummen Zeugen längst vergangener Epochen, die bei etwas genauerem Hinsehen nicht in jedem Fall stumm bleiben . . .

Die wundervolle Insel Rügen, unsere aktuelle Reiseregion, ist über die Maßen angefüllt mit solchen Relikten. Überbleibsel der jüngeren Geschichte und Überresten aus grauer Vorzeit, Hinterlassenschaften dunkler Zeiten, aber auch blühender Epochen. Vieles, das sich auszukundschaften und über das es sich weiter nachzuforschen lohnt.

Landläufig hat sich der Anglizismus “Lost Place" für solche Plätze eingebürgert. Aber sind verlassene Gebäude, sind einst gepflegte und heute der Natur überlassene Parkanlagen, sind ehedem quirligen Lebens überbordende Stätten wirklich "lost”, wirklich verloren? Nur weil die weiland zugedachte Bestimmung von der Zeit überlebt wurde?

Durch den sprichwörtlichen Zufall stießen wir auf eine solche Stätte, die viel von diesen Widersprüchen in sich vereint, welche die vielfältigsten Erzählungen wie einen Schatz im Verborgenen bewahrt: Dwasieden am Ortsrand von Sassnitz.

Bei unserem derzeitigen Aufenthalt bot sich die Gelegenheit, mit einem fundierten Kenner der Gegend eine sachkundig geführte Exkursion dorthin zu unternehmen. Bei allerbestem Urlaubswetter haben wir die Chance genutzt und sind tief eingetaucht in spannende Geschichte und Geschichten, aber auch in eine fast zum Urwald gewordenen ehemaligen Schlosspark.

Versteckt in lichten, in der Sonne heimelig in fast märchenhaft zartem Grün leuchtenden Buchenwäldern, alsbald aber auch im mystischen Dickicht eines wild wuchernden Urwaldes verbergen sich vor flüchtigen Blicken die stummen Erben rund 150 Jahren deutscher Geschichte.

An diesem Ort spannt sich der historische Bogen aus der Ära betuchter Kaufleute zu Kaisers Zeiten über die dunklen Jahre des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges bis zur jüngeren Vergangenheit zunächst zweier deutscher Staaten und zweier sich gegenüber stehender Armeen bis zur sprichwörtlichen Wende in vielfältiger Hinsicht.

In der gerade erst aufkommenden Blüte des Deutschen Kaiserreiches ließ Adolph von Hansemann, einer der reichsten Deutschen seiner Zeit, an exponierter Stelle auf dem Hochplateau unweit von Sassnitz ein imposantes Herrenhaus im Stil der Bäderarchitektur errichten. Rund vier Millionen Mark sollen der schnell als das “Weiße Schloss am Meer” bekannt gewordene Bau mit seinem rund 100 ha großen Park gekostet haben - in heutige Verhältnisse übertragen die stolze Summe von rund 100 Millionen Euro.

Der prächtigen Bau mit seiner beeindruckenden Fassade aus französischem Sandstein, Marmor und schwedischem Granit und der luxuriösen Innenausstattung beeindruckte die feine und gehobene Gesellschaft der damaligen Zeit. Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur gab sich im Schloss ein Stelldichein oder lustwandelte im weitläufigen Park, der als einer der schönsten der einstigen Ära galt.

Doch die Glanzzeit des prunkvollen Anwesens währte kaum mehr als ein halbes Jahrhundert. Um die Jahrhundertwende starb von Hansemann, seine Witwe folgte ihm noch vor dem Ende des Kaiserreiches.

Nach den Goldenen 20er Jahren gerieten die Erben infolge der Wirtschaftskrise und Inflation immer mehr in finanzielle Nöte, das Geld für den Unterhalt des Schlosses und der riesigen Parkanlagen wurde knapp. Schließlich verkaufte die Enkelin von Adolph von Hansemann 1935 die gesamte Liegenschaft an die Gemeinde Sassnitz.

Aber auch Sassnitz hatte nicht genug Geld, um hochtrabende Pläne für ein Heilbad mit Kurpark auf dem Gelände umzusetzen. Noch im gleichen Jahr kam das Anwesen deshalb in den Besitz der Deutschen Kriegsmarine, die hier zuletzt die Lehrgruppe E-Messausbildung der Schiffsartillerieschule (Kiel-Wik) mit dem Schloss als Offizierskasino einrichtete.

Das Ende des Zweiten Weltkrieges erlebte das Schloss noch weitgehend unbeschädigt. Doch nach einer sehr kurzen, vorübergehenden Unterbringung von Flüchtlingen und Vertriebenen residierte bald die Sowjetische Militäradministration auf dem Gelände.

Sein Schicksal ereilte das Schloss im Jahr 1948 - aus dem banalen Grund, weil Baumaterial fehlte. “Junkerland in Bauernhand” hieß die forsche Parole der damaligen Zeit. Doch weil es nicht genügend Baustoff gab, um auf enteignetem Land auch zahlreiche Neubauern anzusiedeln, wurden Herrenhäuser und Gutshöfe gesprengt und das gewonnene Baumaterial an die Bevölkerung verteilt - allermeist nachdem die Inneneinrichtung geplündert wurde.

So ereilte die Fügung nicht nur die umliegenden Kasernenbauten, sondern auch das prächtige Schloss. Ein Berliner Sprengmeister hatte den wenig beneidenswerten Auftrag der Sowjetarmee, alles in Schutt und Asche zu legen.

Angesichts von zahllosen, damals obdachlosen Kriegsflüchtlingen fragt man sich nach dem Sinn, unbeschädigte Gebäude zu sprengen, um in mühseliger Arbeit aus den Trümmern Baumaterial zu gewinnen. Logik der Sieger entbehrt manchmal rationaler Logik. Und das Verhalten der sowjetischen Sieger gegenüber Deutschen war noch ein wenig spezieller.

So glich unsere Exkursion unter kompetenter Leitung von Ralf Lindemann (Autor “ Das weiße Schloss am Meer”) einem riesigen Outdoor-Puzzle. In dem weitläufigen Gelände, das sich die Natur seit Jahrzehnten zurückerobert, gab es immer wieder Überraschungen. Viele Details, die ohne Kommentierung eines Kenners und Illustration durch zeitgenössische Fotos für uns unentdeckt geblieben wären.

Auch die Stunden dieses Tages reichten nicht, die vielen versteckten Spuren der Vergangenheit insgesamt zu entdecken. Die Relikte aus militärischer Nutzung haben wir deshalb nur sehr am Rande, quasi im Vorbeigehen im Blick gehabt.

Alles ruft also mehr oder weniger nach einer Fortsetzung. Nach einem Teil zwei der Spurensuche. Nach einer weiteren Episode von stummen Relikten der Geschichte, die dessen ungeachtet in Plauderstimmung versetzt so manche Geschichten zu erzählen wissen . . .

Gut's Nächtle allerseits von der Sonneninsel Rügen . . .
21/07/2026

Gut's Nächtle allerseits von der Sonneninsel Rügen . . .

Gut's Nächtle allerseits mit einer Impression von der nächtlichen Passage des Kreuzfahrtschiffes "Hamburg" durch den Nor...
06/06/2026

Gut's Nächtle allerseits mit einer Impression von der nächtlichen Passage des Kreuzfahrtschiffes "Hamburg" durch den Nord-Ostsee-Kanal . . .

Gut's Nächtle allerseits vom Nord-Ostsee-Kanal . . .
04/06/2026

Gut's Nächtle allerseits vom Nord-Ostsee-Kanal . . .

Motoryacht trifft Landyacht . . .* * * * * *Making of ... mit dem Platzwart auf dem Stellplatz zu sprechen, daß vorüberg...
04/06/2026

Motoryacht trifft Landyacht . . .

* * * * * *

Making of ... mit dem Platzwart auf dem Stellplatz zu sprechen, daß vorübergehend das Hinweisschild aus dem Sichtfeld gedurft hätte, wäre ja noch die kleinere Herausforderung gewesen.

Komplizierter wäre da schon der Dialog mit der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt geworden. Das Grün auf beiden Seiten des Nord-Ostsee-Kanal dient dem Schutz der Schifffahrt vor Wind. Größere Rodungsaktionen nur für ein Foto wären dort nicht auf Gegenliebe gestoßen.

Also blieb nur der "digitale Ausweg", um unnötigen Diskussionen zu einem freien Blick auf den Kanal aus dem Weg zu gehen . . . 😉

Adresse

24797 Hörsten, Schachtholm 1
Hörsten
24797

Webseite

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Mit.Kuddel.Unterwegs erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen

Kategorie